tarifsuisse Reporting Statistikjahre 2006-2011

Die tarifsuisse prüft im Auftrag von der santésuisse im Sinne der Versicherten und Prämienzahler, ob Ärzte und weitere Leistungserbringer wirtschaftlich arbeiten. Diese wichtige Aufgabe hat der Bund den Krankenversicherern anvertraut. Diese sogenannten Wirtschaftlichkeitsprüfungen bestehen aus mehreren Stufen und beruhen grob gesagt auf einem statistischen Vergleich der abgerechneten Behandlungen, der abgegebenen Medikamente und der vom Arzt verschriebenen Therapien wie etwa Physiotherapie. Gibt ein Grundversorger im Vergleich mit seinen Kollegen etwa überdurchschnittlich viele Medikamente ab oder verrechnet er überdurchschnittlich viele Erste-fünf-Minuten-Konsultationen, wird er „statistisch auffällig“. Gibt es keine Erklärungen für die statistische Auffälligkeit, wird der Arzt gebeten, sein Verhalten zu ändern. Ist keine Besserung festzustellen, kommt es zum Gerichtsfall. Letzteres ist die absolute Ausnahme. Wichtig ist, indes der präventive Effekt der Wirtschaftlichkeitsprüfung: Ärzte verrechnen rund 130 Millionen weniger, weil ihre Wirtschaftlichkeit geprüft wird. Das entspricht rund einem halben Prämienprozent.

Quelle: Broschüre santésuisse 2014

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