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Sukzessive Praxisübergabe – Herr Dr. med. Krieger, Herr Dr. med. Jahns

Herr Doktor Krieger, seit Januar 2025 sind Sie mit Ihrem Nachfolger Dr. med. Maximilian Jahns in einer sukzessiven Übergabe. Wie erleben Sie den Alltag und wie funktioniert die Zusammenarbeit?

Bereits sechs Monate vor der offiziellen Übergabe standen wir in engem Austausch, um den Wechsel sorgfältig vorzubereiten. Besonders wertvoll war dabei die professionelle Begleitung durch das Beratungsteam von FEDERER & PARTNERS. Sie unterstützten uns bei der Vertragsvorbereitung, der Abwicklung sämtlicher Formalitäten und der Beratung von Dr. Jahns – eine grosse Entlastung und ein klarer Gewinn für den Prozess. Der Praxisalltag verläuft seither sehr angenehm und kollegial. Dr. Jahns hat sich hervorragend integriert, und wir arbeiten Hand in Hand. Wir besprechen Patientenfälle, teilen die Sprechstunden auf und ergänzen uns fachlich ideal – gerade auch in der Kinder- und Säuglingsmedizin sowie in gynäkologischen und manualmedizinischen Bereichen. Die Zusammenarbeit ermöglicht es mir, mein Pensum schrittweise zu reduzieren und dennoch aktiv und mit Freude ärztlich tätig zu bleiben.

 

Wie reagieren die langjährigen Patienten sowie das Personal auf den schrittweisen Wechsel und welche Rückmeldungen haben Sie dabei erlebt?

Die Rückmeldungen der Patientinnen und Patienten sind erfreulich positiv. Viele schätzten es, Dr. Jahns bereits vorab durch unser Infoblatt und die Website kennenzulernen. Natürlich gab es vereinzelt Zurückhaltung bei langjährigen Patienten – verständlich nach so vielen Jahren der Betreuung –, doch inzwischen spüre ich grosses Vertrauen in Dr. Jahns’ Kompetenz und Persönlichkeit. Auch unser Team hat den Wechsel sehr gut aufgenommen. Die frühzeitige Einbindung aller Mitarbeitenden hat Unsicherheiten verhindert und die Kontinuität gewährleistet. Besonders erfreulich ist, dass Dr. Jahns frische Ideen einbringt, die von den Mitarbeitenden als Bereicherung wahrgenommen werden.

 

Hat die Zusammenarbeit vielleicht sogar neue Perspektiven eröffnet, die Sie zuvor nicht in Betracht gezogen hatten?

Absolut. Dr. Jahns bringt zusätzliche Qualifikationen mit, beispielsweise in der Ultraschalldiagnostik, wodurch wir unser Leistungsspektrum erweitern konnten – ein grosser Vorteil für unsere ländliche Region. So bleiben den Patienten weite Wege zu Spezialisten oft erspart. Zudem verfolgt er einen modernen Ansatz bei der Digitalisierung und Prozessoptimierung, von dem wir als Praxis klar profitieren. Solche Impulse hätte ich allein vermutlich nicht angestossen, sehe aber heute den grossen Mehrwert.

 

Gibt es allenfalls Punkte oder Herausforderungen, an die Sie ursprünglich nicht gedacht haben und die erst während des Prozesses der Sukzession aufgetaucht sind?

Ja, vor allem der administrative Aufwand ist deutlich umfangreicher als erwartet – von Versicherungen über die Bewilligung der Praxisapotheke bis hin zur ärztlichen Zulassung. Ohne die professionelle Unterstützung durch das Team von FEDERER & PARTNERS wäre das kaum reibungslos zu bewältigen. Eine grosse Herausforderung ist auch der emotionale Aspekt bei langjährigen Patientinnen und Patienten. Es braucht Zeit und Fingerspitzengefühl, um gewachsene Vertrauensverhältnisse auf den Nachfolger zu übertragen. Für mich persönlich ist es zudem anspruchsvoll, mich im Alltag mit meiner Meinung zurückzuhalten, wenn gewisse Abläufe oder Entscheidungen nun anders getroffen werden, als ich es tun würde. Gerade in der medizinischen Arbeit gibt es oft mehrere Wege, die zum Ziel führen. Ich merke, wie wichtig es ist, bewusst einen Schritt zurückzutreten und zu akzeptieren: Der neue Chef ist Dr. Jahns. Er setzt die Prioritäten und gestaltet die Praxis nach seinen Vorstellungen. Diesen Rollenwechsel aktiv zu leben, ist nicht immer einfach – aber es gehört zu einer guten und respektvollen Übergabe dazu.

 

Welche wertvollen Erfahrungen haben Sie während der Übergangsphase gemacht, die Ihnen gezeigt haben, dass der Weg der sukzessiven Übergabe für Sie der richtige ist?

Die wohl wertvollste Erkenntnis war, dass die gleitende Übergabe allen Beteiligten Sicherheit gibt. Unsere Patienten konnten Vertrauen zu Dr. Jahns aufbauen, während ich die Praxis schrittweise loslassen konnte – ohne abrupt einen Schlussstrich ziehen zu müssen. Ein besonders schöner Moment war die Rückmeldung eines langjährigen Patienten: „Sie haben die richtige Wahl getroffen.“ Solche Bestätigungen zeigen mir, dass der eingeschlagene Weg stimmt – menschlich, fachlich und organisatorisch.

 

Würden Sie die sukzessive Übergabe ärztlichen Kollegen weiterempfehlen und wenn ja, warum?

Ja, uneingeschränkt. Besonders in der Hausarztmedizin auf dem Land, wo die persönliche Beziehung und die breite Versorgung – von Kindern bis zur Gynäkologie – eine zentrale Rolle spielen, ist dieses Modell ideal. Es schafft Kontinuität für die Patienten und ermöglicht dem Nachfolger einen sanften Einstieg. Dank der exzellenten Beratung und Begleitung durch FEDERER & PARTNERS verlief der Übergabeprozess reibungslos. Ich würde diesen Weg jederzeit wieder wählen und kann ihn allen Kolleginnen und Kollegen sehr empfehlen, die ihre Praxis in gute Hände übergeben möchten.

 

Herr Doktor Krieger, herzlichen Dank für das spannende Interview und weiterhin viel Erfolg bei der sukzessiven Übergabe mit Dr. med. Maximilian Jahns!
https://www.jurapraxis.ch/

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