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Frauenpraxis Zollweiden – Eine Erfolgsgeschichte mit verschiedenen Stationen

Frau Doktor Ronja Blum und Frau Doktor Esther Godi waren in der Praxis von Herrn Doktor Dieter Blumer angestellt, wurden Praxispartnerinnen und haben die Praxis Ende 2021 übernommen. Ausserdem wurde während dieses Zeitraums ein Praxisumzug realisiert. Ein Interview zur spannenden Entwicklung der Praxis.

Dr. med. Esther Godi – Fachärztin FMH für Gynäkologie und Geburtshilfe
Dr. med. Ronja Blum – Fachärztin FMH für Gynäkologie und Geburtshilfe
Dr. med. Dieter Blumer – Facharzt FMH für Gynäkologie und Geburtshilfe


Frau Doktor Blum, wollten Sie und Frau Doktor Godi schon immer eine Praxis übernehmen oder spielten Sie auch mit dem Gedanken einer Praxiseröffnung?

Alles hat sich zufällig ergeben. Wir arbeiteten als Oberärztinnen im Spital zusammen und gingen zuerst getrennt in die Praxis, als bei uns im Spital die Frauenklinik geschlossen wurde. Frau Godi war zunächst angestellt und ich in Infrastrukturnutzung. Frau Godi wechselte nach der Anstellung in die Praxis von Herrn Blumer und hat später mich dazu geholt. Dann war es klar, dass wir die Praxis zusammen übernehmen.

Sie haben gemeinsam alle Kooperationsformen durchlebt: Anstellung, Praxispartnerschaft, Vorgesetzte. Wie haben Sie diesen Weg erlebt?
Jeder Abschnitt war gut. An einem bestimmten Punkt im Berufsleben will man die Dinge so gestalten, wie man selbst möchte, und hat keine Lust mehr, sie immer mit einem Vorgesetzten abzustimmen. Das war dann auch der Moment, an dem der Wunsch nach der eigenen Praxis da war.

Wie haben Sie Ihre Praxisübernahme vorbereitet? Auf welche Herausforderungen sind Sie bei den Vorbereitungen gestossen?
Vorbereitet haben wir uns nicht gross. Durch die Hilfe von FEDERER & PARTNERS bei den Verträgen hat eigentlich alles gut funktioniert. Finanziell war es auch nicht schwierig, da wir keinen Goodwill bezahlen mussten und die neuen Geräte schon selbst gekauft hatten. Die Praxis wurde in neue Räumlichkeiten verlegt.

Wie ist dies abgelaufen? Wie haben die Patientinnen reagiert?
Die Planung und der Umbau waren anstrengend. Neben Familie und normaler Arbeit noch alles planen, braucht Zeit und Verständnis vom Umfeld. Die Patientinnen finden es durchwegs super. Die neuen Räumlichkeiten gefallen eigentlich allen.

In Ihrer Praxis arbeiten verschiedene Generationen zusammen. Wie haben Sie das erlebt?
Gut, wir konnten viel voneinander profitieren. Herr Blumer hat uns immer unterstützt.

Wie meistern Sie die Herausforderung, die eigene Praxis und die Familie unter einen Hut zu bringen?
Das braucht viel Flexibilität, man muss eigentlich immer einen Plan B haben. Unsere Kinder sind nun schon etwas grösser, daher geht es auch besser. Ich denke, mit kleineren Kindern ist der geregelte Alltag im Spital fast besser.

Welche Erfahrungen haben Sie beim Rollenwechsel von der Angestellten zur Vorgesetzten gesammelt?
Wir sind nach wie vor am Lernen. Wir haben beide Mühe, die Chefin zu spielen, daher gibt es bei uns eigentlich eine flache Hierarchie. Es existieren aber auch Momente, wo man führen muss, daran arbeiten wir immer noch. Leider kommt dies in unserer Ausbildung zu kurz.

Herr Doktor Blumer, wie fühlen Sie sich in Ihrer neuen Rolle in der Praxis? Hatten Sie sich Ihre Nachfolgeregelung so vorgestellt, wie Sie es mit Ihren Kolleginnen realisieren konnten?
Ich bin nun pensioniert, ich habe Ende Jahr aufgehört zu arbeiten. Ich wollte noch mit an den neuen Ort zügeln, aber jetzt war es auch gut aufzuhören und den beiden die Praxis zu überlassen. Es fühlt sich gut an. Die Nachfolgeregelung hatte ich mir genauso vorgestellt, wie sie umgesetzt wurde. Die neue Rolle in der Praxis hatte mir gut gepasst.

Frau Doktor Blum, Frau Doktor Godi, was würden Sie Ihren Kollegen, die den Schritt in die Selbstständigkeit noch vor sich haben, mit auf den Weg geben?
Wir sind ein super Team und könnten es uns nicht vorstellen, alles allein zu machen. Es lohnt sich, jemand Passenden zu suchen. Durchdachte Verträge abschliessen, damit es im Falle eines Streites keine Probleme gibt. Den Standort gut wählen, eher eine Praxis mit einem Patientenstamm übernehmen, als neu eröffnen. Kein Geld für «Patientenakten» zahlen, man weiss ja nicht, ob diese dann überhaupt bleiben. Gute MPAs entsprechend entlöhnen, diese sind Gold wert.

Herr Doktor Blumer, welche Empfehlungen können Sie Ihren Kollegen mit auf den Weg geben, die ihre Nachfolgereglung in Kürze in Angriff nehmen möchten?
Ich kann es nur empfehlen, eine junge Kollegin oder einen Kollegen dazu zunehmen. Wenn ich gewusst hätte, dass es im Team so viel besser ist, hätte ich schon früher jemanden hinzugenommen. Unbedingt früh genug jemanden suchen, Vertrauen haben und den anderen Neues machen lassen. Ich kann einer Kollegin oder einem Kollegen die von uns realisierte Nachfolgeregelung sehr nahelegen. Allerdings müssten die Voraussetzungen vergleichbar sein, wie eine genügend grosse Praxis, damit ein überlappender Übergang möglich ist.

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