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Eine dreissigjährige Liebe zur Zahnmedizin Rückblick auf eine Erfolgsgeschichte in Willisau

Dr. med. dent. Bruno Arnold führt seit rund dreissig Jahren die Zahnarztpraxis Arnold in Willisau. Er gewährt uns einen Einblick in die Entwicklung der Praxis und teilt persönliche Erfahrungen.

Vor rund dreissig Jahren haben Sie die Zahnarztpraxis von Ihrem Vorgänger übernommen. Wie beurteilen Sie diese Entscheidung rückblickend?
Dies war ein absolut richtiger Entscheid, den ich (fast) nie bereut habe. Ich konnte von Beginn weg eine gut laufende Praxis samt Personal übernehmen mit einem grossen und treuen Patientenstamm.

Wie hat sich Ihre Praxis und die Zahnmedizin im Allgemeinen in den letzten Jahren entwickelt?
Dank der gut funktionierenden Schulzahnpflege und der Anstrengungen für die Prophylaxe hat die Karies stark abgenommen. Junge Erwachsene mit kariesfreien Zähnen sind heute Standard, vor dreissig Jahren war dies die grosse Ausnahme. Die Ansprüche der Patienten sind gestiegen, vermehrt werden auch rein ästhetische Anliegen wie Zahnkorrekturen und Aufhellungen (Bleaching) an mich herangetragen.

Gibt es Dinge in Bezug auf Ihre eigene Praxis, die Sie heute anders machen würden?
Weil die Praxis vom ersten Tag an voll ausgelastet war, blieb am Anfang wenig Zeit für das Anpassen von Strukturen und das Führen der Mitarbeiterinnen übrig. Das hat sich nach zwei bis drei Jahren gerächt. Ich musste Personalabgänge verkraften, die aus heutiger Sicht sicher unnötig waren.

Sie führen eine grosse Zahnarztpraxis mit zahlreichen Angestellten. Wie schaffen Sie es, Beruf, Familie und Freizeit zu kombinieren?
Da gab es tatsächlich Zeiten, in denen mir das wohl eher schlecht denn recht gelungen ist. Zur Jahrtausendwende hatte ich mehrere Ämter inne in Schul- und Kirchenbehörden. Zudem amtete ich als Präsident der Baukommission einer Heilpädagogischen Schule. Rückblickend bin ich wohl hin und wieder an der persönlichen Belastungsgrenze gewesen. Ich betrachte es als ausgesprochenen Glücksfall, dass meine Familie immer hinter mir gestanden ist und mich getragen hat.

Wie haben Sie die Corona-Pandemie in Ihrer Praxis erlebt?
Nach dem ersten Schock Mitte März 2020 habe ich die Zeit des Lockdowns genutzt, die Materialaufbereitung in der Sterilisation neu zu organisieren. Wir haben unser Hygienekonzept überprüft und auf die besonderen Herausforderungen mit Covid-19 angepasst. Die Patienten waren anfänglich sehr zurückhaltend. Die Frequenz hat deutlich nachgelassen. Auf der anderen Seite stellen wir fest, dass die Bereitschaft, Geld auszugeben, angestiegen ist. Nachdem inzwischen gut achtzehn Monate verstrichen sind, häufen sich die Notfallkonsultationen von Patienten, die den Zahnarztbesuch bis jetzt vor sich hergeschoben haben.

Was ist das Geheimnis Ihres Erfolges?
Ich liebe meinen Beruf und ich denke, die Patienten spüren das. Wir versuchen als Team, täglich unser Bestes zu geben, die Bedürfnisse der Patienten ernst zu nehmen. Die kleinen Patienten (Schulzahnpflege) sind im wahrsten Sinne des Wortes unsere Zukunft. Wer Kinder erfolgreich behandeln kann, gewinnt auch deren Eltern und Grosseltern. Für Notfallbehandlungen finden wir immer einen Termin, auch wenn es deswegen vielleicht einmal später Feierabend gibt. Ich bin mir bewusst, dass ich nicht fehlerlos bin. Geht einmal etwas schief, suche ich einen pragmatischen Lösungsansatz und bin grosszügig, was Kulanzleistungen angeht. Das zahlt sich auf die Dauer aus.

Was würden Sie jüngeren Kollegen, die den Schritt in die Selbstständigkeit noch vor sich haben, mit auf den Weg geben?
Tragen Sie Sorge zu Ihrem Personal. Sie sind das Kapital Ihrer Firma. Nehmen Sie sich Zeit, ihre Anliegen und Nöte anzuhören. Auch das zahlt sich aus. Gutes Personal ist nicht einfach zu finden.

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