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Dr. med. Saad Tabbara

Herr Dr. med. Saad Tabbara, Facharzt für Kardiologie, hat im Jahre 2010 eine Praxis in Basel übernommen. Wie hat er diesen grossen Schritt in die Selbständigkeit vorbereitet und wie hat er ihn erlebt? Was würde er heute anders machen? Das und noch vieles mehr für alle, die diesen Schritt noch vor sich haben und aus Erfahrungen von Kollegen profitieren möchten.

Herr Doktor Tabbara, warum haben Sie sich für eine «Praxisübernahme» und nicht für eine «Eröffnung» entschieden?
Da ich die Praxis 2010 übernommen habe, gab es aufgrund des damals geltenden Bewilligungstopps keine Möglichkeit der Neueröffnung. Dennoch war es faktisch eine Neueröffnung, weil die übernommene Praxis absolut veraltet war. Das noch bestehende kleine Patientengut war über die Jahre auch überaltert und vorwiegend über 80. Die Praxis musste komplett renoviert und mit neuer Technik bestückt werden.

Warum haben Sie sich ausgerechnet in Basel niedergelassen?
Damals wurde mir die Praxis über FEDERER & PARTNERS angeboten. Die Inhaberin der Praxis hat sie damals aus Altersgründen abgegeben. Ausserdem hat mir die Stadt Basel durch ihre geographische Lage am Dreiländereck und ihr wirtschaftliches Potential sehr zugesagt.

War für Sie eine «Gemeinschaftspraxis» nie ein Thema? Warum?
Obwohl ich gewisse Vorbehalte hinsichtlich einer Gemeinschaftspraxis hatte, war ich nicht ganz davon abgeneigt, in eine Gemeinschaftspraxis einzusteigen. Also, es war schon ein Thema. Dann gab es die Problematik verbunden mit der Teilung einer ZSR-Nummer, wovon mir viele Kollegen strikt abrieten. Des Weiteren gibt es immer noch die Problematik der «intermenschlichen Chemie», welche unbedingt stimmen muss.

Wie haben Sie das Projekt «Praxisübernahme» vorbereitet?
Den grössten Teil der Vorbereitung hat FEDERER & PARTNERS sehr professionell und effizient erledigt. Sie haben sich um jede Kleinigkeit bestens gekümmert. Ohne dies wäre es mir nicht gelungen, mein Vorhaben auf die Beine zu stellen.

War es schwierig im Fall einer «Praxisübernahme» einen Bankkredit zu bekommen?
Es war sehr unterschiedlich. Generell war es jedoch nicht schwer. Allerdings wurde die grösste Bereitschaft zu finanzieren, aber auch die besten Konditionen von der lokalen Bank angeboten. Wie haben Sie die letzten Tage vor dem «Einstieg» erlebt? Die letzten Tage waren recht stressig. Die Praxis war für die Renovierungsarbeiten ca. 7 Wochen geschlossen geblieben. In dieser Zeit wurde sie, wie bereits erwähnt, komplett renoviert. Zum Schluss waren da und dort immer noch einige kleinere Besorgungen zu machen. Der Anrufbeantworter wurde ca. 10 Tage vor der offiziellen Eröffnung eingeschaltet, um Termine für die erste Woche vereinbaren zu können.

Und wie war der erste Tag in der eigenen Praxis?
Der erste Tag war sehr spannend, denn es musste alles funktionieren und das hat es auch getan. Am ersten Tag hatte ich 4 Patienten und das war sicherlich ein guter Beginn.

Wie beurteilen Sie die Situation jetzt nach 2 Jahren?
Ich sehe die Situation sehr positiv. Die Zahl der Patienten konnte gut gesteigert werden. Die übernommenen Patienten machen heute nur einen sehr kleinen Anteil meines Patientengutes aus und das ist gut so.

Was würden Sie heute anders machen?
Es gibt nichts, was ich heute völlig anders tun würde.

Was ist das Geheimnis Ihres Erfolges?
Es gibt kein Geheimrezept. Der Arzt muss gute Arbeit leisten und muss sich auch gut verkaufen können. Eine gute Arbeitsqualität und ein sorgfältiger respektvoller Umgang mit den Patienten, den zuweisenden Kollegen aber auch mit dem Personal sind die wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg. Sehr wichtig ist die Mundwerbung, welche bekanntlich die beste Werbung ist, aber das braucht Zeit. Deswegen muss man auch viel Geduld haben.

Was würden Sie Ihren Kollegen, welche den Schritt in die Selbstständigkeit noch vor sich haben, mit auf den Weg geben?
In wenigen Worten würde ich es so formulieren. Zunächst ist eine gute Vorbereitung entscheidend. Dann ist noch viel Arbeitseinsatz, Verantwortungsgefühl für die Patienten und sehr viel Geduld mitzubringen.

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