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Dr. med. Maria Rosa Leivas

Dr. med. Maria Rosa Leivas hat im 2005 eine Praxis für Gynäkologie und Geburtshilfe in Reinach übernommen. Die Praxis hat sich sehr positiv entwickelt und ist etabliert. Im Jahr 2020 hat Frau Dr. Leivas beschlossen, die Praxis an einen neuen Standort zu verlegen. Wie sie die Vorbereitungs- und Umzugsphase erlebt hat und wie sich der Praxisalltag in den neuen Räumlichkeiten anfühlt, schildert sie im nachstehenden Interview.

Frau Doktor Leivas, was war Ihre Motivation, die Praxis nach langjähriger Tätigkeit an einen neuen Standort zu verlegen?
Das Gebäude, in dem sich die alte Praxis befand, ist bereits 45 Jahre alt und die Vermieter (alte und neue) haben nie eine Renovation vorgenommen, nicht einmal die Fassade gereinigt oder den Vorplatz regelmässig geputzt. Es ging Jahr für Jahr mehr in die Verwahrlosung über, sodass ich mich für den Standort richtig geschämt habe. Seit zwei bis drei Jahren habe ich mit dem Gedanken gespielt, in neue Räumlichkeiten umzuziehen.

War es schwierig, Ihre Hausbank vom Umzug Ihrer Praxis und der Finanzierung zu überzeugen?
Die Finanzierung durch die Bank war problemlos.

Wie haben Sie den Spagat erlebt, einen laufenden Praxisbetrieb aufrechtzuerhalten und gleichzeitig einen Umbau bzw. Umzug zu planen?
Ich hatte den Vorteil, dass mein Schwager Architekt ist und ein grosses Architekturbüro hat. Er übernahm das Projekt und wir hatten ein Jahr Zeit, es umzusetzen. Da wir nebeneinander wohnen, konnte ich mit ihm abends oder am Wochenende die Probleme besprechen und Lösungen finden. Trotzdem war es sehr anstrengend, weil ständig neue Fragen kamen, ich musste an so viele Sachen denken, zum Beispiel welche Möbel, welche Farben, welcher Boden, welches Design für das Aussehen der Praxis. Auch die Umsetzung der neuen kantonalen Bestimmungen betreffend Sterilisationsraum, Labor etc. bedeutete sehr viel Aufwand.

Wie war der erste Tag in den neuen Praxisräumlichkeiten?
Ich war sehr aufgeregt. Die Sprechstunde war voll und ich wartete gespannt, wie die Patientinnen reagieren würden. Da die neue Praxis ganz anders als vorher ist, mit viel mehr Farben, wusste ich nicht, was die älteren Patientinnen denken würden. Es war kein eher konservatives Erscheinungsbild mehr.

Welche Rückmeldungen haben Sie von Ihren Patientinnen erhalten?
Die Patientinnen waren begeistert! Alle, jung und alt, fanden die neue Praxis sehr freundlich und die Atmosphäre einladend.

Würden Sie anderen Kollegen einen Umzug und Neustart an einem anderen Ort empfehlen?
Ja, sicher. Man muss sich zum Besseren verändern, es muss wieder Freude machen, in die Praxis einzutreten. Es ist wie mit neuen Kleidern: Es macht Spass, ein neues Aussehen zu präsentieren, und die Patientinnen freuen sich mit uns. Sie merken, dass wir uns auch für sie verändert haben. Dies ist ein wichtiges Signal gegen aussen, wir möchten zeigen, dass uns Fortschritt wichtig ist, und zwar in jedem Bereich, also Praxis, aber auch Weiterbildung, und wir nicht stagnieren wollen.

Was würden Sie heute anders machen?
Nichts, ich würde alles genauso machen.

Was würden Sie Ihren Kollegen, die mit dem Gedanken eines Standortwechsels spielen, mit auf den Weg geben?
Man sollte einen Standort wählen, der nicht zu weit entfernt vom alten liegt, damit die Patientinnen keine neuen Wege suchen müssen. Das wird mühsam für die Patienten und es besteht die Gefahr, dass sie den Arzt wechseln. Der Standort sollte gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein, da nicht alle ein Auto haben. Viele jüngere Frauen entscheiden sich heute mehr und mehr, mit dem Velo oder mit dem Bus oder Tram zu reisen, der Umwelt zuliebe.

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