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Flucht nach Vorn – vom «Doktorstübli» zum Ärztezentrum

Herr Dr. med. Hervé Bassand, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, führte bereits 10 Jahre eine Gemeinschaftspraxis, bevor er sich im Alter von 52 Jahren dazu entschied ein Ärztezentrum zu gründen.

Herr Doktor Bassand, warum haben Sie sich nach langjähriger Praxistätigkeit für einen Umzug in neue Räumlichkeiten und die Gründung eines Ärztezentrums entschieden?
Der alte Standort entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen. Seine dadurch fehlende Attraktivität hätte meine spätere Nachfolge erschwert. Die weitere Nutzung wäre mit erheblichen Renovationsinvestitionen verbunden gewesen. Mit dem Umzug entstand ein zeitgemässes Konzept, welches eine angenehme Work-Life-Balance, ein wesentlich stressfreieres Arbeiten sowie auf
Basis einer funktionellen Architektur effizient organisierte Abläufe ermöglicht.

Wie haben Sie die Planungsphase empfunden? Welche Schritte waren besonders anspruchsvoll?
Die Planung war komplex. Besonders passende Räumlichkeiten zu finden war schwierig. Auch die diskrete Suche nach geeigneten Kolleginnen und Kollegen, welche motiviert waren im Ärztezentrum mitzuarbeiten, gestaltete sich nicht einfach.

War es schwierig in Ihrem Fall eine Bankfinanzierung zu erhalten?
Da ich die Finanzierung alleine trage und die Banken Personen mit einem Alter über 50 Jahren als Risiko einstufen, war das Erhalten der Finanzierung sehr schwierig. Letztlich hat unsere Hausbank, die Aargauische Kantonalbank, die Finanzierung gewährleistet und das Risiko mitgetragen.

Welche Vor- und Nachteile sehen Sie beim Ärztezentrum im Gegensatz zu einer klassischen Gemeinschaftspraxis?
Für mich überwiegen klar die Vorteile. Als Vorteil sehe ich bessere Leistungen für Patienten, flexiblere Öffnungszeiten mit rascher Terminvergabe sowie ein umfassendes modernes medizinisches Angebot. Persönlich bin ich weniger angebunden und geniesse mehr Freizeit. Der Austausch mit Kollegen ermöglicht mehr Sicherheit in der Betreuung der Patienten. Die Praxiskosten werden durch Synergieeffekte optimiert.

Wie war die Umstellung für Ihr Personal? Wie hat die Integration einer neuen Kollegin funktioniert?
Das Personal hat sehr motiviert mitgearbeitet und wertvolle Ideen eingebracht. Die Integration der neuen Kollegin gestaltete sich absolut problemlos. Es war als wäre sie schon immer da gewesen.

Wie beurteilen Sie die Situation jetzt nach gut einem Jahr?
Die Mühe hat sich gelohnt. Mein Berufsleben ist wesentlich motivierender und effizienter geworden. Die Patienten fühlen sich in der neuen Umgebung wohler und profitieren von der modernen Infrastruktur.

Was würden Sie heute anders machen?
Ich würde das Projekt zehn Jahre früher aufgleisen, um länger davon profitieren zu können.

Was würden Sie Ihren Kollegen, welche mit dem Gedanken eines Praxisumzugs oder einer Zentrumsgründung spielen, mit auf den Weg geben?
Lassen Sie sich nicht auf Experimente ein. Realisieren Sie Ihr Projekt erst nach Überprüfung der Machbarkeit und Zusage der Bankfinanzierung. Suchen Sie sich professionelle Begleitung, es ist stressfreier. Realisieren Sie eine Vision und nicht ein Sparvorhaben.

Welches sind die Ziele und Zukunftsperspektiven des Ärztezentrums Pratteln?
Wir werden eine entsprechend den Marktanforderungen organisierte Weiterentwicklung anstreben. Schwerpunkte sind qualitatives Wachstum, d.h. optimale Medizin, moderne Technik und gutes Arbeitsklima.

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