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Dr. med. Beat Rickenbacher – der Weg einer Arztfamilie – von der Einzelpraxis zum Hausarztzentrum

Dr. med. Beat Rickenbacher und seine Ehefrau Dr. med. Michèle Rickenbacher haben im Jahr 2003 die Praxis von Herrn Doktor Rickenbachers Vater, Dr. med. Martin Rickenbacher, übernommen. Fortan führten sie die Praxis zu dritt. Mit der allmählichen Reduktion des Pensums von Herrn Doktor Rickenbacher Senior zeigte sich schnell, dass das Team aufgrund des immer grösser werdenden Patientenandrangs weitere ärztliche Unterstützung benötigt. Heute arbeiten im Hausarztzentrum am Stadtweg in Rheinfelden erfolgreich fünf Hausärzte gemeinsam in einer Praxis.

War es für Sie schon immer klar, dass Sie eines Tages die Praxis Ihres Vaters übernehmen?
Schon als Kind erhielt ich einen Einblick in die Arbeit meines Vaters, die mir so gefiel, dass ich mir keinen anderen Job vorstellen konnte. Auch mein Grossvater war bereits Hausarzt mit einer Praxis in Thusis, GR. Als ich meine jetzige Ehefrau während des Studiums in Basel kennenlernte, war es bald einmal klar, dass wir in die Praxis meines Vaters einsteigen würden, da seine Praxis ja auch schon seit ihrem Bau als Gemeinschaftspraxis konzipiert war.

Wie verlief die Übergabe der Praxis von Ihrem Vater auf Sie?
Die Praxisübernahme gestaltete sich problemlos, da mein Vater nach und nach sein Pensum reduzierte und mir seine Patienten übergab. Natürlich waren gewisse Patienten zu Beginn etwas skeptisch, als sie zum ersten Mal beim Junior waren, die meisten waren jedoch mit meiner Behandlung zufrieden und froh, dass mein Vater seine Nachfolge so gut regeln konnte. Auch das Praxispersonal hat mich als neuen Chef gut akzeptiert.

Heute führen Sie die Praxis gemeinsam mit Ihrer Frau. Wie ist hier die Aufgabenverteilung?
Die Leitung der Praxis halte ich inne, die meisten Entscheide fällen wir jedoch gemeinsam, wobei das ganze Team ein Mitspracherecht hat. Mit den Jahren wurde die Familienpraxis zum Ärztezentrum. Sie haben ein junges Ärzteteam. Ein Umstand in der Grundversorgung, der beim aktuellen Mangel an Hausärzten nicht selbstverständlich ist.

Wie kamen Sie zu Ihrem Ärzteteam?
Bereits nach kurzer Zeit in der Praxis habe ich die Ausbildung als Lehrarzt des Kollegiums für Hausarztmedizin (KHM) gemacht, wonach ich mehrere Assistenzärzte des Spitals Rheinfelden zu Hausärzten ausbilden durfte. Erfreulicherweise hat es einigen bei mir so gefallen, dass sie bei mir geblieben sind. Wir waren immer offen für Neues und haben die Praxis kontinuierlich ausgebaut und weiterentwickelt.

Was muss man als heutiger Arbeitgeber den Ärzten bieten, damit diese ein langjähriges Arbeitsverhältnis eingehen?
Dank unserer grosszügigen Praxis mit moderner Infrastruktur (digitale Röntgenanlage, elektronische Krankengeschichte, grosses Praxislabor etc.) an zentraler Lage können wir einen attraktiven Arbeitsplatz in einem grossen Team mit flexiblen Arbeitszeiten, einer geringen Belastung im Notfalldienst sowie verschiedenen Möglichkeiten der Zusammenarbeit bieten. Insbesondere ist sowohl eine Anstellung als auch eine selbstständige Tätigkeit möglich. Natürlich ist in einem so grossen Team von allen eine gewisse Flexibilität und Kompromissbereitschaft notwendig, die ich auch von neuen Partnern verlange. In der Immobilie, in der Ihr Ärztezentrum liegt, sind noch weitere Räumlichkeiten frei.

Sie planen nun den Ausbau des Ärztezentrums. Was sind Ihre Visionen für die Zukunft?
Für die Zukunft wünsche ich mir ein Zentrum, in dem neben Grundversorgern auch Spezialisten eng zusammenarbeiten, sodass wir für die Patienten eine hervorragende, ganzheitliche Behandlung mit kurzen Wegen anbieten können. Bereits heute besteht eine enge Kooperation mit einem Schulterorthopäden und einer Ernährungsberatung in unserer Grundversorgerpraxis. Zudem beherbergt das Ärztehaus einen Chiropraktor, mehrere Physiotherapeuten und eine Apotheke. Auf die Weiterführung dieses Projektes freue ich mich ausserordentlich.

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