Dr. med. Giuliana Piccoli

Frau Dr. med. Giuliana Piccoli, Fachärztin FMH für Kardiologie, hat vor über 3 Jahren eine Praxis in Zwingen BL übernommen. Wie hat sie diesen grossen Schritt in die berufliche Selbständigkeit vorbereitet und wie hat sie ihn erlebt? Was würde sie heute anders machen? Das und noch vieles mehr für alle, die diesen Schritt noch vor sich haben und aus den Erfahrungen von Kollegen profitieren möchten.

1. Frau Doktor Piccoli, warum haben Sie sich für eine «Praxisübernahme» und nicht für eine «Eröffnung» entschieden?

Als ich mich entschieden habe, in einer eigenen Praxis zu arbeiten, war mir bewusst, dass dies in meinem Fall nur durch eine Praxisübernahme möglich sein würde. Ich bin Ausländerin, hier in der Region nicht bekannt und meine frühere Tätigkeit war in Bern und zuvor in Deutschland. Die Praxisübernahme hat mir die Gelegenheit gegeben, mich über die Kontakte meines Vorgängers bei meinen zukünftigen Arztkollegen vorzustellen und schon eine gewisse Struktur zu übernehmen.

2. Warum haben Sie sich ausgerechnet in Zwingen, Kanton Basel-Landschaft, niedergelassen?

Mein Ehemann war damals in Basel tätig und daher war Basel-Stadt sowie Basel-Landschaft schon länger mein Ziel für die Übernahme einer Praxis. Zwingen liegt in einem optimalen Bereich, die Firma FEDERER & PARTNERS AG hat zudem damals eine Standortanalyse durchgeführt. Die Gemeinde machte schon von Beginn an einen sehr guten Eindruck bezüglich dem Bedürfnis für eine kardiologische Praxis und der strategischen Lage, da Zwingen zwischen den beiden Kantonen Basel-Landschaft und Solothurn liegt. Darüber hinaus ist hier die Landschaft und die Umgebung auch für die Freizeit sehr schön, die Atmosphäre unter den Kollegen sehr kollegial, informell und nett.

3. War für Sie eine «Gemeinschaftspraxis» nie ein Thema? Warum?

Da mein Vorgänger die Arbeitstätigkeit definitiv beenden wollte, war die Entscheidung einer kalten Praxisübernahme gegeben. Ich habe darüber hinaus eine starke individuelle Persönlichkeit, ich wollte mich selber messen mit dieser neuen Herausforderung. Vielleicht war es auch Zufall, dass ich keinen Partner dafür gefunden habe.

4. Wie haben Sie das Projekt «Praxisübernahme» vorbereitet?

Die Vorbereitung der Praxisübernahme verlief sehr gut. Durch die Hilfe und Kompetenz der FEDERER & PARTNERS AG konnte ich mich trotzdem auf mein Privatleben konzentrieren. Ich bin eine Woche vor der Unterschrift zur Praxisübernahme Mutter geworden und habe in den folgenden Monaten gleichzeitig zwei neue Herausforderungen im Leben aufnehmen dürfen.

Es war eine Freude daran zu denken, wie ich meine eigene Arbeit organisieren kann und ich persönlich fand es sehr interessant, viele neue Aspekte über das Management einer Praxis zu lernen.

5. War es schwierig im Fall einer «Praxisübernahme» einen Bankkredit zu bekommen?

Das Thema Bankkredit war unproblematisch, ich denke auch, weil die FEDERER & PARTERNS AG ein bekanntes und zuverlässiges Unternehmen ist und eine sehr gute Analyse der Situation durchführen kann. Viele strategische Partner wissen dies und haben dadurch eine gewisse Garantie, dass die Praxiseröffnung/Praxisübernahme erfolgreich verlaufen wird. Die Gespräche mit den Bankvertretern waren sehr nett und interessant. Ich konnte dank gezielt vorbereiteten Unterlagen durch die FEDERER & PARTNERS AG mehrere Finanzierungsofferten einholen.

6. Wie haben Sie die letzten Tage vor der «Übernahme» erlebt?

In den Tagen vor der Übernahme gab es so viel zu organisieren, dass überhaupt keine Zeit blieb, um mir Sorgen zu machen oder gar nervös zu werden. Es gab dafür schon eine riesige Vorfreude.

7. Und wie war der erste Tag in der eigenen Praxis?

Ich habe die ersten Tage wie ein Abenteuer erlebt, insbesondere den ersten Tag mit Patienten in der Praxis. Es war ein neues Gefühl, es war das erste Mal, dass ich für mich selber arbeiten und ein neues Projekt alleine durchführen konnte. Die Patienten waren alle sehr nett und verständnisvoll.

8. Wie beurteilen Sie die Situation jetzt nach über 3 Jahren?

Ich bin sehr zufrieden mit meiner Entscheidung. Ich bin sehr gut integriert im Netzwerk der Ärzte im Laufental und ich werde von meinen Patienten gut akzeptiert. Ich habe jeden Tag grosse Freude und Interesse an meiner Arbeit und die gleiche Begeisterung wie am ersten Tag.

9. Was würden Sie heute anders machen?

Als ich mich entschieden habe eine Praxis zu übernehmen, habe ich am Anfang selber einige Kollegen in der Region kontaktiert, die im Pensionsalter waren. Gerne wollte ich ausfindig machen, ob die Nachfolgereglung bei ihnen bereits aktuell sei. Zudem versuchte ich mit meiner Recherche die Situation in der Region etwas besser einzuschätzen. Wenn ich schon früher gewusst hätte, dass mit FEDERER & PARTNERS AG die ganze Situation so einfach und problemlos zu regeln ist, hätte ich Herrn Federer vielleicht einige Wochen früher angerufen. Grundsätzlich hätte ich jedoch nichts geändert, da es eine gute Erfahrung war und ist. Ich bin sehr zufrieden mit meiner beruflichen Situation.

10. Wie bringen Sie als zweifache Mutter Beruf und Familie unter einem Hut?

Mit der Aufnahme der beruflichen Selbständigkeit gewinnt man eine hohe Flexibilität. Durch die Automatisierung von vielen Arbeitsprozessen, Fakturierung oder ein Teil der Berichte, kann ich viel Zeit sparen. Ich habe auch die Möglichkeit von zu Hause mit dem Computer zu arbeiten und natürlich habe ich den grossen Vorteil, dass mein Mann ebenfalls selbständig tätig ist und daher über die gleiche Flexibilität verfügt. Dies hat mir erlaubt das private und das berufliche Leben sehr harmonisch weiter zu führen.

11. Was ist das Geheimnis Ihres Erfolges?

Ich denke es ist kein Geheimnis, dass wenn man seine Arbeit mit Freude und Liebe macht, am Ende zufrieden sein wird. Natürlich macht es noch mehr Freude, wenn man mit kompetenten und intelligenten Menschen arbeiten kann, dann kann man sich auf das Management der Medizin konzentrieren, mit der Sicherheit, dass andere Probleme schnell und optimal behandelt werden.

12. Was würden Sie Ihren Kollegen, welche den Schritt in die Selbstständigkeit noch vor sich haben, mit auf den Weg geben?

Ich würde andere Kollegen ermutigen diesen Schritt zu wagen, sich nicht zu sehr von der Unsicherheit und dem Risiko hemmen zu lassen. Man kann sehr erfolgreich und zufrieden sein und ich denke, dass auf der einen Seite ein guter Berater wichtig ist, der die Situation genau einschätzen kann, von einer Standortanalyse bis hin zur Erstellung eines aussagekräftigen Finanzplans für die Bankfinanzierung und auch in der Personalwahl und vielen anderen auch kleineren Angelegenheiten zur Seite stehen kann. Ich denke, dass viele Kollegen die Verantwortung und die administrativen Arbeiten einer selbständigen Arbeit überschätzen und dafür die Freude an der eigenen Tätigkeiten unterschätzen.

Frau Doktor Piccoli, vielen herzlichen Dank für das Interview.